Der Drawdown erklärt
Das wichtigste Konzept, das du beherrschen musst
Was ist der Drawdown?
- Konto $50K mit 4% Drawdown = Limit bei $48,000
- Konto $100K mit 3% Drawdown = Limit bei $97,000
- Konto $150K mit $4,500 Drawdown = Limit bei $145,500
Erreicht dein Balance das Drawdown-Limit, wird das Konto AUTOMATISCH geschlossen. Es gibt keine zweite Chance.
Die 3 Typen: Intraday, EOD und Static
| Typ | Wie es funktioniert | Beispiel bei einem 50K-Konto (Drawdown $2,500) |
|---|---|---|
| Intraday | Das Limit steigt in Echtzeit mit deinem Balance, Minute für Minute. Das aggressivste: Jeder Höchststand zählt. | Du steigst auf $51,500 und das Limit springt sofort auf $49,000. Fällst du 1 Sekunde später, bleiben dir nur noch $2,500 ab deinem Höchststand. |
| EOD (End of Day) | Das Limit steigt mit deinem Balance, aktualisiert sich aber nur beim Tagesschluss. Während der Sitzung hast du Spielraum. | Du steigst intraday auf $52,000, schließt den Tag aber bei $51,000. Das Limit von morgen steigt auf $48,500 (basierend auf dem Schluss), nicht auf $49,500. |
| Static | Das Limit bewegt sich NIE, es ist ab dem Startbalance fix. Das großzügigste, aber bei Futures selten. | Du startest mit einem Limit von $47,500. Egal wie hoch dein Balance steigt — das Limit bleibt immer bei $47,500. |
Bei Futures nutzen fast alle Firmen Intraday oder EOD. Reines Static ist selten (nur bei manchen Firmen, meist im Sim Funded). Von den beiden gängigen ist EOD deutlich großzügiger, weil es dir während der Sitzung Spielraum lässt, ohne dich bis zum Schluss zu bestrafen.
Bei Intraday gilt: Steigt deine Position um $1,000 und fällt danach wieder um $1,000, hat sich dein Drawdown um $1,000 reduziert, obwohl du bei null landest. EOD vermeidet dieses Problem, indem es bis zum Schluss wartet. Sehr wichtig bei der Wahl der Firma.
Balance vs. Equity: der Unterschied, der Konten sprengt
- Drawdown auf Equity (Intraday): zählt den schwebenden Verlust in Echtzeit. Eine Bewegung gegen dich kann dich liquidieren, selbst wenn du den Trade NICHT mit Verlust schließt. Am häufigsten bei Intraday.
- Drawdown auf Balance (EOD): zählt nur das Realisierte (oder den Balance beim Tagesschluss). Das Intraday-Rauschen lässt dein Limit nicht auslösen. Nachsichtiger zum Handeln.
- Warum das wichtig ist: Bei einem Drawdown auf Equity kann dich ein weiter Stop oder ein Spike sprengen, bevor sich deine These bestätigt. Bei Balance/EOD hältst du das Rauschen des Tages aus.
Einfache Regel für Anfänger: Misst deine Firma den Drawdown auf Equity/Intraday, nutze engere Stops und weniger Kontrakte. Der Preis muss dir nicht beim Schließen recht geben – er kann dir recht wieder wegnehmen, solange die Position offen ist.
Praktisches Beispiel: Warum das wichtig ist
- Start: Balance $50,000, Limit bei $47,500
- Du eröffnest einen Trade: Er steigt um $1,000 (schwebender Balance $51,000)
- Das Limit steigt: Jetzt liegt es bei $48,500
- Der Trade dreht sich um: Du bist wieder bei $50,000
- Problem: Dein Limit blieb bei $48,500, dir bleiben nur noch $1,500 Spielraum
- Ergebnis: Du hast $1,000 „Buffer“ verloren, ohne mit Verlust zu schließen
Mit EOD würde das nicht passieren, weil sich das Limit nur beim Schluss aktualisiert. Deshalb sind EOD und Static vorzuziehen.
Der Buffer
- Beispiel: Du musst $2,000 verdienen, bevor du einen Payout anfordern kannst
- Vorteil: Sobald erreicht, kann das Trailing stoppen oder zu Static werden
- Zweck: Die Firma stellt sicher, dass du profitabel bist, bevor sie dich auszahlt
Wie du den Drawdown managst
- Kenne dein GENAUES Limit: Sei dir immer klar darüber, wie viel du verlieren kannst
- Nutze einen Stop Loss: Handle nie ohne einen definierten Stop
- Berechne dein Risiko pro Trade: Maximal 0.5-1% des verfügbaren Drawdowns
- Räche dich nicht: Erhöhe nach einem Verlust NIEMALS deine Positionsgröße
- Beende den Tag, wenn du 50% deines Drawdowns verlierst: Komm morgen mit klarem Kopf zurück
Verlierst du an einem Tag die Hälfte deines Drawdowns, HÖR AUF. Die meisten Konten gehen durch „Revenge Trading“ verloren – der Versuch, Verluste schnell wieder auszugleichen.
Die wichtigsten Punkte
- Der Drawdown ist dein maximales Verlustlimit – erreichst du es, verlierst du das Konto
- Static > Trailing EOD > Trailing Intraday (vom besten zum schlechtesten)
- Die meisten Trader scheitern, weil sie den Drawdown verletzen
- Riskiere nie mehr als 1% deines Drawdowns in einem einzigen Trade
- Der Buffer ist der Gewinn, der vor einem Payout erforderlich ist
Häufig gestellte Fragen
Welcher Drawdown ist am besten für Anfänger?
Static ist am einfachsten zu managen, weil es sich nicht bewegt. Gibt es kein Static, such nach EOD (End of Day). Vermeide Intraday am Anfang – es ist schwerer zu kontrollieren, und viele Trader verlieren Konten, ohne zu verstehen, warum.
Setzt sich der Drawdown jeden Tag zurück?
Nein. Der Drawdown ist über die gesamte Lebensdauer des Kontos kumulativ. Verlierst du heute $500 und morgen $500, hast du $1,000 deines gesamten Drawdowns verbraucht.
Was passiert, wenn ich den Drawdown für 1 Sekunde berühre?
Das Konto wird automatisch geschlossen. Es spielt keine Rolle, ob es an einem Marktspike oder einem Fehler lag – das System arbeitet automatisch und ohne Ausnahmen.
Kann ich ein Konto zurückbekommen, nachdem ich den Drawdown verletzt habe?
Nein. Sobald er verletzt wurde, wird das Konto dauerhaft geschlossen. Du müsstest eine neue Evaluierung oder ein Direct-Pass-Konto kaufen, um von vorn zu beginnen.
Weiterführende Links
Risikohinweis
Der Handel mit Futures ist mit einem hohen Verlustrisiko verbunden und nicht für jeden Anleger geeignet. Dieser Inhalt ist ausschließlich zu Bildungszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Handle nur mit Kapital, dessen Verlust du dir leisten kannst.
